PELLÉAS ET MÉLISANDE. Debussy

MUSIKALISCHE LEITUNG Marcus Bosch
BÜHNERic Schachtebeck
KOSTÜMJulia Rösler
DRAMATURGIEKai Weßler
LICHTHartmut Litzinger
MIT:Michaela Maria Mayer
Hrólflur Saemundsson
Andreas Macco
Leila Pfister
Randall Jakobsh
Katharina Bergrath
Pawel Lawreszuk/Jorge Escobar
Sinfonieorchester Aachen
Fotos: Wil van Iersel

„Die Oper ‚Pélleas et Mélisande‘ in Aachen ist ein Triumph des viel geschmähten Stadttheaters, denn was da in der Provinz zu sehen und zu hören ist, das kann man keinesfalls provinziell nennen. 

(…) Eva-Maria Höckmayr schlägt einen innovativen Weg ein, hinterfragt das Stück. (…) Sie lässt keine Situation ungedeutet und vermag das Ensemble zu so dichtem und intensivem Spiel zu motivieren, dass der Abend immer spannend bleibt. Talentierten Leuten solche Herausforderungen zu stellen und Regisseure von morgen zu entdecken, war schon immer die Aufgabe und Chance der Stadttheater.“

FAZIT, Deutschlandradio Kultur, Ulrike Gondorf, 25.10.09

„Eva-Maria Höckmayr hat nichts weniger geschafft als mir und ich glaube auch vielen Kollegen und Zuschauern, eine völlig neue Sicht auf dieses Stück zu verschaffen. (…) wer ‚Pelléas et Mélisande‘ immer  für eine ganz undramatische Oper gehalten hat, wird hier eines Besseren belehrt. Eine sehr gelungene Mischung aus Gruselmärchen und Psychoanalyse vom Feinsten. (…) Dieses Stück ist bis ins Kleinste sehr genau durchdacht und hervorragend inszeniert: Eva-Maria Höckmayr, diesen Namen wird man sich merken müssen.“ 

MOSAIK, WDR 3, Stefan Keim, 26.10.09

„Eva-Maria Höckmayr, eine hochbegabte junge Regisseurin, lieferte eine auf dem Reißbrett choreografierte Arbeit ab, der oft Magie auf engstem Raum gelingt. (…) In dieser Nekropole der Lebenden – geführt von Großvater Arkel, dem übergriffigen Psychopathen – hat sich über allen schon im ersten Takt der Deckel geschlossen; ihre Schicksale sind besiegelt. Die Oper besingt nur, wie die Luft knapper wird. Höckmayr lässt das Röcheln zum Bild werden.“

Rheinische Post, Wolfram Goertz, 27.10.09

„Fasziniertes Publikum hält den Atem an. Ganz schön wüst ist das, was der jungen Regisseurin Eva-Maria Höckmayr zu Debussys symbolistischer Oper eingefallen ist.(…) Allerdings, das ist ambitioniertes Futter fürs Hirn. Virtuos differenziert zeichnet die Regisseurin die Charaktere.(…) Einmal sieht man die Herrscherfamilie selbstvergessen ihre Haustiere liebkosen – tote, ausgestopfte Tiere des Waldes. Das ist skurril wie auf den Punkt gebracht. Und es zeigt Höckmayrs großes Talent, wahre Bilder zu erfinden.“            

Aachener Zeitung, Armin Kaumanns, 27.10.09